Was ist schneller? Firewire oder USB?
Die Antwort ist kurz und bündig gesagt ein „klares“ „fast gleich“! Warum und wieso, das ist schon etwas komplizierter zu erklären. Hierzu sind erst die Begriffe zu erläutern, die den Vergleich leichter verstehen lassen.
Verglichen werden kann die Schnelligkeit der zwei seriellen Schnittstellen FireWire und USB, indem die Datenraten und die Zeit, in der sie Daten übertragen, miteinander verglichen werden. Es wird aktuell von drei standardmäßig definierten Datenraten gesprochen, die in MBits (Megabits/Sekunde) gemessen werden und als S100, S200 bzw. S400 bezeichnet werden. Wer es ganz genau wissen will, dem sei es auch genau gesagt: die Bezeichnungen stehen für die etwas krummen aber exakten Zahlen 98304, 196608 und 393216 MBits.
Nun auch einige Hintergrundinformationen zu den beiden Konkurrenten.
USB
USB ist die Abkürzung von „Universal Serial Bus“ und ein gemeinsames Produkt von Microsoft und Intel, das sie 1996 dem Markt präsentiert haben.
FireWire
FireWire ist ebenfalls das „Kind“ von zwei Eltern und zwar von Sony und Apple. Allerdings haben sich beide Elternteile beim Namen des Kindes nicht einigen können, so heißt das Kind für Apple eben FireWire, während es Sony als iLink bezeichnet. Technisch korrekt heißt es jedoch IEEE1394, genau so trocken und nüchtern wie der Konkurrent USB.
Die Namen der „Eltern“ beider „Kinder“ verraten, warum die Frage, welches Kind schneller ist, nicht eindeutig und endgültig beantwortet werden kann. Denn beim ständigen Wettlauf, das schnellere Kind zu haben, kann meist nur von Etappensiegen gesprochen werden.
Als USB 1.1 mit FireWire konkurrieren musste, hatte FireWire die Nase vorn, mit 50 MByte/s gegenüber von 0,2 MByte/s des USB 1.1.
Nun gibt es aber USB 2.0 Hi-Speed mit 50 MByte/s gegenüber der mittlerweile 60 MByte/s von IEEE1394, was beide Konkurrenten fast gleich erscheinen lässt.
Theoretisch! Aber Theorie und Praxis sprechen oft verschiedene Sprachen!
