Scientology - Was ist das eigentlich?

Scientology ist eine höchst umstrittene Organisation, welche - unter dem Deckmantel einer Religion - mit ganz bestimmte Lehren und damit verbundene Methoden möglichst viele Mitglieder gewinnen will. Gründer der kommerziell orientierten Gemeinschaft ist der Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard. Hubbard rief Scientology

(”die Lehre vom Wissen”) im Jahr 1952 ins Leben und charakterisierte seine Lehren als “angewandte religiöse Philosophie” sowie als Grundlage für eine neue Religion (Mitte der 90er Jahre urteilte ein deutsches Gericht allerdings, dass der Status einer Religionsgemeinschaft nicht gegeben sei).

Scientology: Wachstum & prominente Mitglieder

Im Laufe der Jahre wuchs die Zahl der Scientology-Anhänger beständig, wobei sich unter den Mitgliedern zahlreiche prominente US-Schauspieler und Schauspielerinnen befinden. Dies ist kein Zufall: Die Organisation strebt an, möglichst viele Prominente zu rekrutieren, um deren Einfluss auf die Öffentlichkeit zu Gunsten Scientologies einsetzen zu können. Der populäre US-Schauspieler Tom Cruise gilt beispielsweise quasi als Repräsentant der Gemeinschaft – aber auch John Travolta oder Leah Remini sind überzeugte Anhänger von Scientology.
Obwohl einige Sozialwissenschaftler auf die Aussage bestehen, Scientology sei eine Religion, kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass diese Organisation inzwischen zu einer facettenreichen transnationalen Gesellschaft wurde, in welcher die Religion nur eine von zahlreichen Komponenten ist. Weitere wichtige Absichten bzw. Bestandteile von Scientology sind bestimmte politische Ziele, bedeutende wirtschaftliche Geschäftsbeziehungen, kulturelle Einflussnahme, pseudo-medizinische Praktiken sowie pseudo-psychiatrische Behauptungen.
In Deutschland steht die „Scientology-Kirche“ übrigens seit Mitte der 90er Jahre unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

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