PulsEin gesunder Mensch hat im Ruhezustand einen Pulsschlag von durchschnittlich 50 bis 100 Schlägen in der Minute. Bei einem Erwachsenen sind 70 Schläge ideal, bei Säuglingen 130, Kinder kommen auf Werte um 100 und bei älteren Menschen liegt der Normalwert bei 80. Trainierte Ausdauersportler haben meist ein vergrößertes Herz und ein erhöhtes Lungenvolumen, daher vermindert sich der Puls auf 32 bis 45 Schläge.

Das sagt der Puls aus

Der Puls gibt Aufschluss über die Häufigkeit des Herzschlages, über die Regelmäßigkeit der Herztätigkeit und über das Füllvolumen der Gefäße. Man unterscheidet nach der Fortleitung der Herztätigkeit in den Gefäßen zwischen dem retrograden, schwachen Venenpuls, welcher auch von Faktoren wie Atmung oder Körperlage abhängig ist und dem anterograden arteriellen Puls, dem die Medizin mehr Augenmerk schenkt und der auch für jeden messbar ist.

So misst man den Puls

Günstig ist es, den Puls mit drei Fingern zu messen, um den gesamten Impuls zu erfassen.
Der Daumen ist dabei zu vermeiden, da dieser selbst Pulsschlag aufweist und das zu Verwechslungen führen kann. Pulsmessungen führt man am daumenseitigen Handgelenk, der Arteria radialis, an der Halsschlagader, der Kniekehle oder an den Schläfen durch. In Notfällen, zum Beispiel bei Bewußtlosigkeit ist es ratsam, den Puls am Hals zu messen, da sich dort auch noch sehr schwache Schläge registrieren lassen. Weiter unterscheidet man zwischen regelmäßigem und unregelmäßigem, schnellen und langsamen und harten und weichen Puls.

Blutdruck und Puls sind Indikatoren für die Funktion von Herz und Kreislauf. Zum Beispiel kann ein hoher Puls bei niedrigem Blutdruck ein Hinweis auf einen Mangel an Flüssigkeit oder Nährstoffen sein. Der Körper versucht durch eine erhöhte Herzfrequenz das Defizit an Sauerstoff und Nährstoffen auszugleichen.

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