Methusalix oder junger Gott?
Die Frage, wie alt man werden kann, wird oft gestellt. Statistische Daten sind eine mögliche Art der Beantwortung, Spekulation eine andere. Letzten Endes wissen wir es erst, wenn das Todesdatum auf unserem Grabstein eingraviert wird. Dumm nur, dass wir dann an der Beantwortung dieser Frage nicht mehr interessiert sind!
Die Frage muss vielleicht anders gestellt werden
Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, möglichst viel Jahre ins Leben zu holen - sondern den Jahren mehr Leben zu geben. Doch möglicherweise ist - je nach Typus, Erbmasse, Verhalten und Konstitution - am Ende das Ergebnis dasselbe?! Der eine schwört auf sexuelle Enthaltsamkeit, einen gestählten Körper und karge Mahlzeiten - und wird 100. Der andere ist lebenslustig und lässt das Glas Rotwein am Abend ebenso wenig stehen wie die dralle Deern nebenan - und wird auch Hundert! Andere segnen mit 20 beim Fußballspiel das Zeitliche, enden im Drogenrausch an einem Baum oder leben wegen einer Erbkrankheit nur bis zum 38. Lebensjahr.
Wie alt kann man nun wirklich werden?
Die Statistik gibt allgemeine Prognosen ab, sie berücksichtigt nicht das individuelle Verhalten, das eheliche Glück oder Unglück, die Zahl der Kinder, die nerven oder erfreuen. Kurzum: die Sache ist und bleibt schwierig. Und ist es denn wirklich so wichtig, so alt zu werden, wie man mit technischen Mitteln werden kann - oder zählt nicht die Lebensqualität auch mit?
Wie alt man auch werden kann: man sollte glücklich und zufrieden altern dürfen. Dank der Apparatemedizin 100 Jahre alt werden, nur weil es geht, ist wohl niemandes Traum!
