Soljanka - Wie kocht man sie?
Soljanka ist ein würziger, kräftiger Eintopf, dessen Ursprung in der russischen Küche zu finden ist. Die Suppe wird in den Variationen Fleisch-, Fisch- oder Pilzsoljanka gekocht. Allen Gerichten gemein ist die Beigabe von Salzgurken oder Mixed Pickles für das typische säuerliche Aroma.
Soljanka: Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts taucht das Gericht unter dem Namen “Seljanka” in den Kochbüchern auf. Damals als Oberbegriff verschiedener Eintöpfe, welche Kohl, Fleisch, Zwiebeln, Eier oder Brot enthielten gebraucht. Als die Verwendung von Salz in den Küchen mehr und mehr populär wurde, entstand der Name “Soljanka”.
Soljanka zähle zum Standardangebot in der DDR
Das Gericht zählte in der ehemaligen DDR zum Standardangebot auf den Speisekarten der Lokale und war auch in Privathaushalten als variantenreiches, sättigendes Resteessen sehr beliebt. Mit der Maueröffnung begann der gesamtdeutsche Siegeszug der Suppe.
Soljanka bedeutet “Durcheinander”
Soljanka bedeutet “Durcheinander” und genauso bunt und vielseitig lässt sie sich zubereiten.
Der Phantasie sind also nahezu keine Grenzen gesetzt. Etwas gibt der Kühlschrank immer her für eine leckere Soljanka.
So kocht man Soljanka
Zuerst werden die jeweiligen Zutaten, wie Fleisch, Schinken, Jagdwurst, Bockwurst, Fisch oder Pilze in mundgerechte Stücke geschnitten und scharf angebraten, zusammen mit Zwiebeln oder Speck. Danach gibt man Tomatenmark oder Letscho dazu und löscht mit Fleisch- oder Fischfond ab. Das Ganze köcheln lassen und mit Gewurzgurken, roter Paprika, Salz, Knoblauch und frischen Kräutern abschmecken.
Bewusst-Esser ersetzen den Fleischanteil einfach durch Weisskohl, Petersilienwurzeln, Karotten oder Zucchini, Kapern und schwarze Oliven passen auch sehr gut. Bei der Pilzsoljanka werden Kartoffeln und Möhren als Zutaten verwendet. Zum Schluss das Gericht mit sauerer Sahne oder Joghurt verfeinern und mit einer Zitronenscheibe garniert servieren. Die Soljanka am besten schon am Vortag zubereiten, der Geschmack der Zutaten entfaltet sich dann optimaler.
